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Quaschning fordert zügige Energiewende im Sauerland

Experte gab Tipps für den Endverbraucher beim Arnsberger Energiestammtisch der Verbraucherzentrale

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Foto: Philip Stallmeister

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale NRW in Arnsberg und die Zukunftsafgentur der Stadt Arnsberg hatten zur 200. Auflage des Arnsberger Energiestammtischs mit Prof. Dr. Volker Quaschning einen führenden Experten in Sachen Energiewende und Klimawandel in das Kulturzentrum Berliner Platz nach Hüsten eingeladen. Der Wissenschaftler der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin sprach über die Chancen der Energiewende und die Gefahren des Klimawandels: „Der Klimawandel produziert mehr Flüchtlinge als es Kriege tun.“


Auch für Bauherren und Hausbesitzer hatte Quaschning wertvolle Tipps parat: „Kleine Schritte reichen nicht mehr. Innerhalb der nächsten 20 Jahren sollten wir ohne Öl, Gas und Kohle auskommen.“ Anschaulich zeigte der mit der Bahn „klimafreundlich“ angereiste Elektroingenieur Lösungen einer regenerativen Stromversorgung für den Endverbraucher auf: „Es ist finanziell sinnvoll, eine Solaranlage zu installieren. Wer ein Elektrofahrzeug fährt, kann dann die eigene Solarenergie ohne Transportwege nutzen.“ Für eine nachhaltige Stromwende hat der Wissenschaftler eine notwendige Steigerung des jährlichen Zubaus der Photovoltaik um den Faktor zehn errechnet. Die effiziente Nutzung der Sonnenkraft hält Quaschning selbst im nicht sonnenverwöhnten Sauerland möglich: „So groß sind die Unterschiede innerhalb Deutschlands nicht. Auch hier im Sauerland ist Solarenergie sinnvoll.“


Arnsbergs Bürgermeister Ralf Paul Bittner machte sich auch für eine effiziente Beratung stark und sagte die Unterstützung der Stadt zu: „Die Energiewende ist eines der wichtigsten Themen auf der Welt.“ Um den fortschreitenden Klimawandel, den Quaschning anhand von zahlreichen Beispielen belegte, zu stoppen, riet der Experte zu einer Stromwende innerhalb der nächsten 20 Jahre. Dass innerhalb von 20 Jahren die Einführung einer neuen Technologie möglich ist, machte Quaschning vor über 200 Zuhörern anhand eines sehr anschaulichen Beispiels deutlich: „Vor 20 Jahren hatte noch niemand ein Smartphone, heute fast jeder. Die Technik und das Geld sind nicht das Problem für die Energiewende. Wir müssen den Schritt nur gehen.“
Autor: Philip Stallmeister

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