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Schimmelpilzbefall ernst nehmen

Was tun bei Schimmel im Haus?

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Messung des Schimmelbefalls am Fenster. Foto: Verband Privater Bauherren (VPB)

Jedes Haus „lebt“ - im wahrsten Sinne des Wortes. Arglose Hausbesitzer teilen sich ihr Heim mit unliebsamen und lästigen Mitbewohnern: Schimmelpilzen, Bakterien, Hefepilzen, Schädlingen und Milben. Im Laufe der Jahrtausende hat sich der Mensch zwar mehr oder weniger an die Störenfriede gewöhnt, lästig - und mitunter auch gesundheitsschädlich - sind sie dennoch. 

Schimmelpilze sind ein klassisches Beispiel für dieses Zusammenleben. Unter den über 100.000 Schimmelpilzarten existieren viele nützliche. Sie beseitigen organische Rückstände und helfen bei der Humusbildung. Nur die wenigsten Schimmelpilzarten sind wirklich schädlich - einer allerdings fällt sogar als potenzielle biologische Waffe unter das Kriegswaffenkontrollgesetz. Problematisch sind beim Schimmel nicht nur der Befall selbst, sondern auch und vor allem die Begleitumstände: Wo Schimmelpilze sich wohl fühlen, da ist es feucht, und im Feuchten gedeihen auch Bakterien, die wiederum dem Menschen erheblich zusetzen können. 

Neben Wärme und Nahrung, sprich energiereiches organisches Material, benötigen die Sporen vor allem viel Feuchtigkeit zum Gedeihen. Diese geht in Form von Luftfeuchtigkeit in fast der Hälfte aller Fälle auf ein unausgewogenes Verhältnis zwischen Heizen und Lüften zurück. Feuchtigkeit ist somit nicht immer gleich mit einem  Wasserschaden verbunden, sondern oft eine Folge schlechten Lüftungsverhaltens.  

Ob die Räume richtig belüftet und temperiert sind, kann man mit Wohnklimaanalysen feststellen, bei denen Temperatur und relative Luftfeuchtigkeit über mehrere Wochen aufgezeichnet werden. Mit den gewonnenen Daten kann dann vom Fachmann eine fundierte Beratung durchgeführt werden, bei der den Bewohnern Möglichkeiten zur Klimaverbesserung und damit zur Schimmelpilzvermeidung aufgezeigt werden. Ein sogenanntes „Klimameter“ (Vorstellung auf Seite 17) hilft im ersten Schritt bei dieser Analyse.

Schimmelpilze können verschiedene schwere Gesundheitsstörungen auslösen, wie entzündliche Erkrankungen des Organsystems, der Nägel, Haare und Atmungsorgane. Schimmelsporen sind auch für Allergiker gefährlich. Schimmel kann zu Hautreizungen führen, zu grippeähnlichen Beschwerden, ja sogar zu Erschöpfungszuständen, Schwindel, Gedächtnis- und Sprachstörungen sowie zu Atemwegserkrankungen bis hin zu schwerem Asthma. 

Fachleute warnen allerdings davor, gleich bei ersten Anzeichen von Schimmel unkontrolliert verschiedene Produkte zur Schimmelentfernung einzusetzen, denn viele dieser Mittel können ihrerseits wieder gesundheitliche Beschwerden bei den Bewohnern hervorrufen. Bei der Sanierung befallener Räume brauchen die Hausbewohner grundsätzlich qualifizierte Hilfe. Zunächst suchen erfahrene Bausachverständige die Quelle für den Schimmelbefall. Ein Fachbetrieb beseitigt dann die Ursache. Ob eine anschließende Haustrocknung notwendig ist oder welche weiteren Maßnahmen für eine dauerhafte Schimmelpilzentfernung zu treffen sind, hängt von der Art und Intensität des Schadens ab.  (Quelle: B&D / VPB)

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/uploads/pics/VPB-Foto_Schimmelprobe_Web.jpgMessung des Schimmelbefalls am Fenster. Foto: Verband Privater Bauherren (VPB)